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Platz fünf wäre der Oberhammer

Kreiszeitung: Rad: Cross-WM mit Elisabeth Brandau aus Schönaich - "Platz fünf wäre der Oberhammer"

 

"Platz fünf wäre der Oberhammer"

Rad: Cross-WM mit Elisabeth Brandau aus Schönaich

Elisabeth Brandau: Mit Schnee und Eis bereits bei der deutschen Meisterschaft in Magstadt wertvolle Erfahrungen gesammelt Foto: hos/II

Elisabeth Brandau steht vor ihrer ersten Cross-WM. Die Mountainbikerin aus Schönaich wird am Sonntag um 11 Uhr im tschechischen Tabor in der Frauenkonkurrenz an den Start gehen. Für die 24-Jährige ist das eine ganz neue Erfahrung, auf die sie sich unheimlich freut.

Von Simon David - Kreiszeitung 29.1.10

Und, schon nervös?

Es geht. Ehrlich gesagt, bin ich ziemlich ruhig. Das liegt daran, dass ich schon am Dienstag angereist bin.

Moment mal, was hat das mit Ihrer Nervosität zu tun?

Also, wenn ich noch bis heute zu Hause gesessen wäre, hätte ich ziemlich "Hummeln" bekommen. So liegt die siebenstündige Autofahrt schon ein Weilchen hinter mir. Und jetzt kann ich mich ganz entspannt auf das Rennen vorbereiten.

Noch sind es zwei Tage bis zu Ihrem Einsatz. Was haben Sie seither gemacht, und wie sieht Ihre Vorbereitung bis zum Rennen am Sonntag aus?

Ich war bereits am Mittwoch auf der Strecke. Da wollte ich sie eigentlich inspizieren, doch es lag noch viel Schnee drauf. Gestern bin ich dann erstmals auf der Strecke gefahren, habe Sprints gemacht, um zu schauen, mit welcher Geschwindigkeit ich in die Kurven gehen kann. Danach ging's zur Massage. Am Samstag werde ich mir die U23- und Juniorenrennen anschauen. Und falls Zeit bleibt, noch ein paar günstige Jeans kaufen.

Sind die in Tschechien wirklich so billig?

Ich weiß es nicht genau, aber das hat man mir gesagt. Ich lasse mich mal überraschen.

Zurück zum sportlichen Teil: Bei der deutschen Cross-Meisterschaft in Magstadt waren die Witterungsverhältnisse ähnlich wie in Tabor. Denn auch am Wochenende haben die Meteorologen für Südböhmen Schnee vorhergesagt. Profitieren Sie dann von Ihren Erfahrungen aus dem Rennen in Magstadt?

Das ist schwer zu beantworten. Sicherlich hat die deutsche Meisterschaft in Magstadt mir geholfen. Jetzt weiß ich, wie es ist, teilweise auf Schnee und Eis zu fahren. Allerdings ist jede Strecke anders. Das gilt auch für Tabor. Außerdem ist viel Kopfsache. Es ist entscheidend, wie sicher ich mich fühle.

Zuletzt waren Sie beim Weltcup in Holland gut unterwegs, zwischenzeitlich lagen Sie auf dem vierten Rang, doch nach einem Sturz und Unsicherheiten in den Kurven wurden Sie noch überholt und landeten letztlich auf Rang acht. Spielt diese Generalprobe bei der WM noch eine Rolle?

Ich glaube nicht. Ich bin in erster Linie froh, dass ich dabei bin. Bisher lief in Sachen Rad-Cross bei mir alles optimal. Ich bin ja noch nicht lange dabei, habe erst im vergangenen Jahr als Mountainbikerin damit angefangen. Und seither läuft es recht gut.

Wie sehen Ihre Ziele bei der WM aus?

Ich bin in einer guten Verfassung. Ein Platz unter den ersten acht wäre deshalb top, ein Platz unter den ersten fünf der Oberhammer.

Favoriten sind für Sie dementsprechend andere.

Ich zähle Marianna Voss aus Holland, ihre Landsfrau Daphny Van Den Brand und meine Teamkollegin Hanka Kupfernagel dazu.

Auf was müssen Sie bis zum Start des Eliterennens noch achten?

Das ich nicht krank werde. Die Luft ist hier sehr, sehr kalt. Das geht bei Belastung vor allem auf die Bronchien. Es ist also wichtig, dass ich mich nicht noch erkälte oder mir eine Grippe einfange. Wenn das klappt, freue ich mich nur noch auf das Rennen.

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